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19_11_2016_Poetry Slam Workshop und Abend war der Hammer

Die Stadtbücherei und das Jugendbüro boten heute am Nachmittag Jugendlichen wieder die Möglichkeit, an einem Workshop mit dem Poetry-Slam-Meister Lars Ruppel teilzunehmen. In der anschließenden Abendveranstaltung im vollen Saal der Jugendbücherei konnten die Zuschauer Gedichte und Verse genießen und sich in einen Bann der Poesie ziehen lassen. Dafür wurden sowohl die Gedichte von Lars Ruppel als auch die Vorträge der Jugendlichen mit großem Applaus belohnt. Die zwanzig Workshopteilnehmer legten schon mittags los und ließen sich erklären wie z.B. ein Elfchen, ein kurzer Reim aus elf Wörtern getextet werden kann, erfuhren warum es interessanter ist hinter das Offensichtliche zu schauen und lernten wie man um sieben Worte herum ein ganzes Gedicht entstehen lassen kann. Ruppel forderte auf, Synonyme zu bilden, die in keinem Lexikon zu finden sind und belohnte die eifrigsten Jugendlichen mit einem persönlichen Gedicht. Seine Ideen und die aus dem Stehgreif erfundenen Auflockerungsspiele – einige nahe an der Grenze zum Nonsens – machten großen Spaß. Doch für die Jugendlichen zählte auch ein weiterer sehr schöner Aspekt: sie wurden wirklich ernst genommen, es gab keine falsch geschriebenen Gedichte, Lars Ruppel empfahl die gut geschriebenen Zeilen wegzulassen und nur die sehr guten zu benutzen. Auf diese Weise entstanden innerhalb der vier Stunden Workshop eindrucksvolle Gedichte, die am Abend den hundert Anwesenden viel Vergnügen bereiteten. In der Abendveranstaltung kombinierte Ruppel die Vorträge der Jugendlichen mit seinen eigenen Texten und moderierte so professionell, dass die Zeit wie im Flug verging. Sowohl Ruppel, als auch viele Zuschauer waren sehr angetan von der liebevoll gestalteten Atmosphäre in den Räumen der Jugendabteilung, die durch Wohnzimmerlampen  und Scheinwerfer bunt erstrahlte. Ein Auftritt in Oberursel sei einfach immer etwas Besonderes, die Stadt dürfe sich glücklich schätzen, dass Institutionen wie die Bücherei und das Jugendbüro auch eine Kultur abseits der lauten Töne fördern. Monika Mertens und Achim Hasselberg von den beiden Institutionen waren sehr zufrieden mit einem rundum gelungenen Tag und planen schon an der nächsten Veranstaltung im Herbst 2017